Ein authentischer Erinnerungsort

Geschichte und Nutzung des letzten 
Berliner Zwangsarbeiterlagers

Hof des ehemaligen Zwangsarbeiterlagers, 2001.

Die leer stehenden Baracken, September 2001

Home

Kein Schlußstrich!

Erinnerungsort

Ziele

Förderverein

Adressen

Aktuell


1993 wurde in Treptow-Schöneweide das letzte noch komplett erhaltene Zwangsarbeiterlager Berlins entdeckt. Zwischen den Wohnbauten erstreckt sich ein Gelände aus dreizehn symmetrisch angelegten Steinbaracken, die von verschiedenen kleinen Werkstätten und Einrichtungen genutzt werden.

Gebaut wurde das Lager ab 1943 vom Generalbauinspektor, der Behörde Albert Speers, für über 2000 ausländische Arbeitskräfte. In sechs Baracken des "Italienerlagers" lebten neben rund 500 Italienern auch andere Zwangsarbeiter. In der anderen Hälfte des Doppellagers 75/76 dienten zwei Baracken zeitweise als KZ-Außenlager für weibliche Häftlinge, die bei der Batteriefabrik Pertrix (VARTA) arbeiten mussten.

Trotz baulicher Änderungen ist der Charakter der seit Juli 2001 mit einer Gedenktafel markierten Anlage noch deutlich erkennbar. Als letztes von rund 3000 Berliner Zwangsarbeiter-Unterkünften steht das gesamte, 3,3 ha große Ensemble seit 1995 unter Denkmalschutz; dennoch sind die Baracken von Verfall und Abriss bedroht. 

Die eine Hälfte des ehemaligen Zwangsarbeiterlagers wurde 2005 bis 2006 zu einem Dokumentationszentrum umgestaltet. Zwei Baracken dienen als Ausstellungs- und Seminar-/Bürogebäude. Informationen zu Veranstaltungen und Führungen gibt das Dokumentationszentrum.

 

> Hintergrundtext zur Geschichte des Lagers (PDF, 150 kB)

Luftbild, 1943 (Zum Vergrößern klicken)

1943

Unverputzte Originalwand einer Baracke, 1995 (zum Vergrößern klicken)

Unverputzte Steinbaracken, 1995

In einer der leerstehenden Baracken, 2001 (zum Vergrößern klicken)
Im Inneren der leerstehenden Baracken, 2001

 

 

Förderverein Zwangsarbeiterlager Berlin-Schöneweide

 

http://www.zwangsarbeit-in-berlin.de

© Cord Pagenstecher