Internationaler Beirat

für die Konzeption des Dokumentationszentrums Schöneweide

Am 17. und 18. August 2005 hat sich der Internationale Beirat für das Dokumentationszentrum für NS-Zwangsarbeit in Berlin-Schöneweide konstituiert. Zum Vorsitzenden wählte das Gremium den Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten Prof. Dr. Günter Morsch. Die weiteren Mitglieder des Beirats sind Jakub Deka (Stiftung "Polnisch-Deutsche Aussöhnung", Warschau), Dr. Gabriele Hammermann (KZ-Gedenkstätte Dachau), Tomas Jelinek (Deutsch-Tschechischer Zukunftsfonds, Prag), Dr. habil. Pavel Polian (Freiburg), Tanja Ronen (Beit Lohamei Hagetaot, Western Gallilee), Andrea Theissen (Stadtgeschichtliches Museum Zitadelle Spandau) und Dr. Karen E. Till (University of Minnesota, z.Zt. Royal Holloway-University of London). Vor-Ort-Begehung des Internationalen Beirats

Der Beirat begrüßte die Einrichtung dieses Dokumentationszentrums für Zwangsarbeit ausdrücklich. Er würdigte den authentischen Ort in seiner Einzigartigkeit und wies darauf hin, dass im nationalen und internationalen Maßstab es keinen vergleichbaren Ort gäbe, an dem das Schicksal der vielen Millionen Zwangsarbeiter im Nationalsozialismus behandelt werde.

Neben der Entschädigung, die in den letzten Jahren durch die Stiftung "Erinnerung Verantwortung Zukunft" gezahlt wurde, erwarten die Opfer des NS-Zwangsarbeitersystems auch, dass an zentralem Ort in Deutschland an ihr Schicksal erinnert werden wird. Besonders gewürdigt hat der Internationale Beitrat die außerordentlich engagierte Arbeit der ehrenamtlichen Initiativen, insbesondere der Berliner Geschichtswerkstatt, die diesen Ort der Vergessenheit entrissen haben.

Der Internationale Beirat beriet wesentliche Elemente für ein gestalterisches Konzept zur Realisierung des Dokumentationszentrums, das bereits im Juni 2006 der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll.

Bei den kommenden Tagungen werden die inhaltliche Konzeption einer späteren Dauerausstellung, das pädagogische Konzept des späteren Lernorts, der denkmalpflegerische Umgang mit den erhaltenen Relikten und die Einrichtung eines internationalen Netzwerks zur Geschichte der NS-Zwangsarbeiter beraten werden.

> Presseerklärung 18.08.2005 (PDF)

> Öffentliche Informations- und Diskussionsveranstaltung am 10. September

Ansprechperson: Thomas Lutz, Stiftung Topographie des Terrors, Gedenkstättenreferat, Stresemannstrasse 111, 10963 Berlin, Fon + 49 (30) 25 45 09 - 15, Fax + 49 (30) 25 45 09 - 99, Mail lutz(at)topographie.de

 

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© Cord Pagenstecher