Info-Veranstaltung und Rundgänge zum Tag des offenen Denkmals

10. und 11.09.2005: „Zwangsarbeiterlager Schöneweide. Baugeschichte und Umgestaltung"

Der Förderverein für ein Dokumentations- und Begegnungszentrum zur NS-Zwangsarbeit in Berlin-Schöneweide e.V. und die Sanierungsbeauftragte für das Sanierungsgebiet Niederschöneweide laden Sie herzlich ein zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung zur Baugeschichte und zukünftigen Gestaltung des Erinnerungsortes Zwangsarbeiterlager Schöneweide
Termin: Samstag, 10. September 2005, 15 Uhr
Ort: Seniorenfreizeitstätte Britzer Straße 19 a, 12439 Berlin
(10 Minuten vom S-Bahnhof Schöneweide, Bus 167/365, direkt gegenüber vom Lager)

Im Rahmen des Tags des Offenen Denkmals gibt es geführte Rundgänge über das Gelände am Samstag, 10.09., 14 Uhr, Sonntag, 11.09. 11 Uhr und 14 Uhr.

 

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Im ehemaligen NS-Zwangsarbeiterlager in der Britzer/Köllnischen Straße in Berlin-Schöneweide wird bis Mitte 2006 ein Dokumentations- und Begegnungszentrum zur NS-Zwangsarbeit eingerichtet. Das bislang unzugängliche Barackengelände soll ein würdiger und lebendiger Ort der Erinnerung an die Zwangsarbeit werden. In Treptow-Schöneweide entsteht damit eine wichtige Ergänzung der Berliner Erinnerungslandschaft, die dieses nationalsozialistische Verbrechen von europäischer Dimension bisher vernachlässigt hat.

 

Geführter Rundgang

12 Jahre nach der „Entdeckung" des Lagers gibt es konkrete Fortschritte: Das Land Berlin hat das Grundstück erworben. Ein Internationaler Beirat diskutiert mit finanzieller Unterstützung der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft die inhaltliche Konkretisierung des Nutzungskonzepts. Die bauhistorische Untersuchung ist im Gang. Förderverein, Stiftung Topographie des Terrors, Stiftung SPI, Sanierungsbeauftragte für das Sanierungsgebiet Niederschöneweide und das Architektenbüro Rother+Rother haben ein Ausbau- und Nutzungskonzept diskutiert, das sie der Öffentlichkeit und den Anwohnern vorstellen wollen. Im Zentrum stehen dabei die bauliche Gestaltung und ihre historischen Voraussetzungen.

Vorträge und Diskussion finden um 15 Uhr in der dem Lager gegenüber gelegenen Seniorenfreizeitstätte statt: Das Büro Schulz+Drieschner berichtet über die Baugeschichte der Baracken. Architekt Heinrich Rother präsentiert einen Gestaltungsentwurf für den zukünftigen Erinnerungsort. Der Förderverein stellt konzeptionelle Überlegungen für das geplante Dokumentations- und Begegnungszentrum vor. Vertreter von Kultursenat, Stiftung Topographie des Terrors und Bezirksamt stehen für Fragen zur Verfügung.

Vor der Veranstaltung gibt es um 14 Uhr einen Rundgang über das Gelände (Treffpunkt Gedenktafel Britzer Str.). Bereits um 12 Uhr findet eine Mitgliederversammlung des Fördervereins statt, zu der auch Neumitglieder willkommen sind.

Weitere Rundgänge gibt es am Sonntag, 11 und 14 Uhr.

> Einladung, PDF

 

Besonders hinweisen möchten wir auf eine Ausstellung und Podiumsdiskussion am selben Abend im benachbarten Oberschöneweide:
"Ein Ortsteil und seine Geschichte. Zwangsarbeit am Industriestandort
ORT: Kultur-Kantine, TRAFO e.V.

Wilhelminenhofstraße. 83-85, Kultur- und Technologiezentrum Rathenau, Haus 59
S-Bhf. Schöneweide / M 21, Tram 27, 63, 67, www.kultur-kantine.de

> Einladung und Programm, PDF

 

Förderverein Zwangsarbeiterlager Berlin-Schöneweide

http://www.zwangsarbeit-in-berlin.de

© Cord Pagenstecher