Förderverein gegründet

24. Mai 2004

 

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Kein Schlußstrich!

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Am 24. Mai 2004 wurde im Abgeordnetenhaus der Förderverein für ein Dokumentations- und Begegnungszentrum zur NS-Zwangsarbeit in Berlin-Schöneweide gegründet.

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Damit bekräftigt der seit 2001 bestehende Förderverein sein Engagement, am authentischen Ort, dem letzten erhaltenen NS-Zwangsarbeiterlager in Berlin einen würdigen Erinnerungsort und ein aktives Bildungs- und Begegnungszentrum einzurichten. Zugleich steht dem Senat - neben den seit 11 Jahren engagierten Initiativen - jetzt ein eingetragener Verein als Partner für die Umsetzung des Projektes zur Verfügung. 

Der frisch gewählte Vorstand besteht aus drei seit Jahren an dem Projekt tätigen Mitgliedern: 
* Gabriele Layer-Jung (Bund der Antifaschisten e.V.) 
* Irmtraud Carl (Kulturlandschaft Dahme-Spreewald e.V.) 
* Dr. Cord Pagenstecher (Berliner Geschichtswerkstatt e.V.) 

Zu den Mitgründern zählen u.a. der Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses, Herr Walter Momper, Mitglieder des deutschen Bundestages, des Berliner Abgeordnetenhauses und des Bezirksamtes Treptow-Köpenick sowie Experten der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, der VVN und anderer Institutionen. 

Nun ist die Politik gefordert: Ein konkretes und bezahlbares Kaufangebot des Bundes für das leerstehende Barackengelände liegt vor. Mit der Stiftung SPI steht ein kompetenter Partner für die notwendigen Erneuerungsmaßnahmen bereit. Sanierungsmittel aus EU-Geldern stehen bereit, drohen aber bei Nicht-Abruf zu verfallen. Der bevorstehende Abschluss der Zwangsarbeiter-Entschädigung rückt die vom Stiftungsgesetz vorgesehene Erinnerungsarbeit ins Zentrum der Aufmerksamkeit. 

Der Förderverein erhofft sich daher nun kurzfristige politische Entscheidungen zur 
* langfristigen Trägerschaft (Verantwortung: SenWissKult), 
* Dokumentation der Materialien der bisherigen Koordinierungsstelle (Verantwortung: SenInn), 
* schrittweisen baulichen Erneuerung (Verantwortung: SenStadt)

Aus der finanziellen Entschädigung darf kein moralischer Schlussstrich werden. Die ehemalige Reichshauptstadt Berlin hat hier eine besondere Verantwortung, vor allem gegenüber den Ländern Mittel- und Osteuropas, aus denen die meisten der über 500 000 hier eingesetzten ZwangsarbeiterInnen kamen.

Der Förderverein 28. Mai 2004 

Für Rückfragen: Herr Dittfurth, Tel. 030/885 914 31

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Förderverein Zwangsarbeiterlager Berlin-Schöneweide

http://www.zwangsarbeit-in-berlin.de

Cord Pagenstecher