Schülerprojekt im Archenhold-GymnasiumEine Projektwoche zur NS-Zwangsarbeit
|
|
|||
|
Erstmals hatte der Bund der Antifaschisten Treptow e.V. die
Möglichkeit, im Archenhold-Gymnasium - unweit gelegen an dem letzten
noch komplett erhaltenen ehemaligen Zwangsarbeiter- lager in der Britzer
Str. in Berlin-Schöneweide - eine Schülerprojektwoche durchzuführen.
Sie fand vom 24. bis 29. Juni statt. An ihr nahmen 18 SchülerInnen aus
den Klassen 8-12 teil. Ein Schüler und eine Schülerin fungierten als
Projektleiter.
|
||||
|
|
||||
|
|
||||
|
|
||||
|
|
||||
|
|
||||
|
|
||||
|
Die Projektwoche wurde langfristig und qualitativ gut vorbereitet: Auf dem Programm standen, nachdem per Internet und Fachliteraturstudium der theoretische Einstieg in die Thematik Zwangsarbeit erarbeitet war, ein Rundgang entsprechend eines "Lehrpfades", auf dem die SchülerInnen über zehn ehemalige Zwangsarbeiterlagerstandorte in der unmittelbaren Umgebung ihrer Schule ausmachten, die sie auf Fotos festhielten. Naheliegend war, sich besonders mit dem ehemaligen Zwangsarbeiterlager in der Britzer Str. zu beschäftigen. Eine Führung um und in das Lager warf viele Fragen über die Arbeits- und Lebensbedingungen der Zwangsarbeiter auf. Deshalb war auch der Höhepunkt der Projektwoche der Besuch eines polnischen Zeitzeugen, der von der Berliner Geschichtswerkstatt eingeladen worden war und die es ermöglicht hatte, dass die SchülerInnen ihn zu einem Gespräch einladen konnten. Diese Begegnung war für den Gast und die Gastgeber ein beindruckendes und nachhaltiges Erlebnis. Ein von der Projektgruppe gedrehtes Video gibt das gut wieder.
|
![]() |
|||
|
Für die Präsentation des Projektes erarbeiteten die SchülerInnen einen Projektkatalog, der einen sehr guten Eindruck über den Ablauf und Inhalt der Projektwoche vermittelt. Allen an der Vorbereitung und Durchführung Beteiligten - vom BdA Treptow, der BGW, der Geschichtslehrerin des Archenhold-Gymnasiums und vor allem den SchülerInnen - hat bei aller Ernsthaftigkeit des Themas die Projektwoche viel Freude bereitet. Die SchülerInnen hatten erstmals die Möglichkeit sich außerhalb des vorgegebenen Schulrahmens, freiwillig und unter eigener Projektleitung mit dieser Thematik vertraut zu machen und haben in der relativ kurzen Zeit ein beeindruckendes Ergebnis vorgelegt. Einige SchülerInnen der Projektgruppe werden ab kommenden Schuljahr weiter forschen - in einer Arbeitsgemeinschaft -, die wir mit Beendigung des Schülerprojektes ins Leben gerufen haben. Text: Gabriele Friedländer, Projektleiterin
|
![]() |
|||
|
[Sommerprogramm
Überblick] - [Infos/Öffungszeiten]
- |
||||
|
Förderverein Zwangsarbeiterlager Berlin-Schöneweide |
|
|||